Stinkkäfer: Routinierter Saisonstart in Australien/Neuseeland

Trotz vieler bekannter Maßnahmen weist a. hartrodt auf spezielle Neuerungen hin.
29.08.2023

Dank eingespielter Prozesse im internationalen Netzwerk von a. hartrodt können Kunden mit Seefracht nach Australien und Neuseeland der neuen Stinkkäfer-Saison stressfrei entgegensehen. In beiden Ländern gelten vom 1. September 2023 bis zum 30. April 2024 wieder strenge Einfuhrbestimmungen, damit der Schädling nicht von Bord eines Schiffes nach Ozeanien überspringt. Das spezielle Regelwerk gilt für Importe aus vielen europäischen Ländern, den USA und Kanada sowie einzelnen asiatischen Staaten. Neuseeland listet 38 Risikoländer, Australien 39. „Usbekistan ist neu dabei“, sagt Chris Sutcliffe, National Customs Manager bei a. hartrodt in Brisbane.

Stichproben bei Ware aus China und Großbritannien

Die meisten Maßnahmen aus den Vorjahren gelten unverändert. China und Großbritannien werden wie gehabt als „entstehende Risikoländer“ behandelt. „Waren aus diesen Ländern können stichprobenartig an Land kontrolliert werden“, erklärt Sutcliffe. Informationen zu Bestimmungen in Australien hat das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft auch auf seiner Website übersichtlich zusammengestellt.

Begasung oder Hitzbehandlung für Seetransporte

Sutcliffe bemerkt, dass viele Kunden inzwischen „sehr routiniert“ mit der Thematik umgehen. Trotzdem hat er einen Tipp: „Exporteure müssen vorsichtig sein, wenn sie in der Stinkkäfer-Saison Fracht aus Risikoländern nicht in Containern verschiffen.“ Australische Häfen weisen unbehandelte oder nicht korrekt behandelte Fracht rigoros zurück, weiß er aus über vier Jahrzehnten in der Spedition. Auch für Neuseeland gilt: Breakbulk, Flatrack- und Open-Top-Container unbedingt vor Ankunft behandeln. Begasung oder Hitzebehandlung im Rahmen des Seetransports kann a. hartrodt organisieren. FCL/LCL in geschlossenen Containern darf auch nach Ankunft in Ozeanien behandelt werden.

Für Neuseeland weist Vanessa Burns, Managing Director bei a. hartrodt New Zealand in Auckland, auf eine Besonderheit hin: „Alle Containerladungen aus Italien müssen vor der Ausfuhr behandelt werden, sonst können neuseeländische Häfen die Entladung verweigern.“

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