Aktuelle Entwicklungen in der Seefracht: Auswirkungen auf Fahrpläne und Hafenprozesse

Blank Sailings, Arbeitskämpfe und Allianzwechsel führen zu Verzögerungen.
15.04.2025

Blank Sailings, Arbeitskampfmaßnahmen und Änderungen bei den Schifffahrtsallianzen:

Bitte beachten Sie, dass einige Reedereien die Streichung mehrerer für April und Mai geplanter Fahrten angekündigt haben. Damit sollen die Fahrpläne wiederhergestellt werden, die durch die anhaltende Überlastung und Verzögerungen in europäischen Häfen erheblich beeinträchtigt wurden. So führten beispielsweise Arbeitskämpfe im Hafen von Rotterdam im März zu einer Verlangsamung des Betriebs und zu erhöhten Wartezeiten an den Liegeplätzen von sechs Tagen, obwohl die Containerterminals voll ausgelastet waren. Einige Seeschifffahrtsunternehmen haben Rotterdam aufgrund der Überlastung vorübergehend aus ihrem Dienstplan gestrichen. Andere europäische Häfen wie Antwerpen standen ebenfalls unter erhöhtem Druck, da Fracht aus Rotterdam umgeleitet wurde. Dies hatte schließlich Auswirkungen auf die meisten Häfen und es wird Wochen dauern, bis sich die Lage wieder normalisiert hat. Auch die Veränderungen bei den Schifffahrtsallianzen im April haben schwerwiegende Folgen für das Serviceniveau: Hafenanläufe werden geändert, neue Häfen werden hinzugefügt und Drehkreuze werden verlegt, um die Dienste zusammenzulegen. Dies führt wiederum zu reduzierten Abfahrten, dem Auslassen von Häfen in letzter Minute und/oder der Unmöglichkeit, den Betrieb abzuschließen, da die Liegezeiten verkürzt werden.

Ausblick: All dies führt letztlich zu erheblichen Verzögerungen und äußerst unzuverlässigen Fahrplänen. Derzeit wird ein sehr hoher Prozentsatz der Sendungen nicht wie gebucht verschifft, was zu weiteren Verzögerungen führt. Es wird Wochen dauern, bis die Reedereien die Zuverlässigkeit der Buchungen und Fahrpläne wiederhergestellt haben. Aufgrund dieser erheblichen Verzögerungen und Fahrplanänderungen kommt es auch zu Überlastungen der Terminals an Land. Das hat eine Umplanung der Exportlieferungen sowie zusätzliche Kosten für Zwischenlagerung, Terminalgebühren und Lkw-Transporte zur Folge.

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