Indien steht im aktuellen Wirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) an der Spitze von 30 großen Volkswirtschaften. Experten sagen beim realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2026 ein Plus von 6,4 Prozent voraus und für nächstes Jahr 6,7 Prozent. Premierminister Narendra Modi will mit der Vision „Amrit Kaal“ bis 2047 ein nominales BIP von 30 Billionen US-Dollar erreichen. Auf diese Dynamik ist a. hartrodt India vorbereitet: „Wir decken die gesamte Logistik-Wertschöpfungskette ab, von der Lieferkette über Lagerhaltung bis zur Zustellung auf der ersten und letzten Meile“, sagt Managing Director Ajay Kumar Bhatt.
Europäische Produkte sind in Indien beliebt
Steigende Import- und Exportvolumina erwartet er unter anderem durch das Ende Januar 2026 unterzeichnete EU-Indien-Freihandelsabkommen, das ab nächstem Jahr in Kraft treten könnte: „Europäische Produkte sind bei uns sehr gefragt.“ Seine Beispiele reichen von französischem Wein und schottischem Whisky bis hin zu deutschen Autos. „Europa ist ein enorm wichtiger Partner für uns“, betont er.
Temperaturgeführte Cluster in den Häfen
Im bevölkerungsreichsten Land der Welt hat sich a. hartrodt im B2B-Bereich erfolgreich etabliert. Laut Bhatt liegen temperaturgeführte Lieferketten im Trend: „Indien ist weltweit der zweitgrößte Importeur von frischem Obst. Das liegt an steigendem Gesundheitsbewusstsein, höheren Einkommen und wachsender Nachfrage.“ Internationale Warenströme wickelt a. hartrodt India über Häfen wie Chennai oder Nava Sheva (Mumbai) ab, wo es Cluster für Frischware und Kühlgut gibt. Einige Kunden benötigen in Indien durchgängige Lösungen für die gesamte Kühlkette. „Wir organisieren auch Inlandstransporte in Kühl-Lkw sowie fachgerechte Lagerung“, sagt Bhatt.
Der nationale Masterplan „Gati Shakti“ treibt seit Oktober 2021 den Ausbau der multimodalen Verkehrsanbindung voran. „Dadurch werden logistische Abläufe effizienter“, findet Bhatt. In dem südasiatischen Land hat a. hartrodt 80 Mitarbeitende an 12 Standorten.