Frühzeitig bereitet sich a. hartrodt darauf vor, wenn voraussichtlich Anfang Januar 2027 das EU-Indonesien-Freihandelsabkommen CEPA (Comprehensive Economic Partnership Agreement) in Kraft tritt. Kürzere Zollabfertigungszeiten durch die Vereinbarung vom vergangenen September sieht Sisri Yeni, Tradelane Manager Southeast Asia bei a. hartrodt Deutschland, als klaren Vorteil für Kunden: „Dadurch reduziert sich die Hafenverweildauer, Liegegebühren fallen somit geringer aus.“ Sie erwartet durch CEPA eine steigende Nachfrage nach der korrekten Anwendung von Ursprungsregeln, Dokumentationen und effektiven Zollkontrollen: „Unsere Compliance-Dienstleistungen entsprechen allen regulatorischen Anforderungen.“
CEPA-Spezialist berät Kunden beim EU-Marktzugang
In Indonesien wird a. hartrodt einen CEPA-Spezialisten benennen, um Kunden beim EU-Marktzugang zu beraten. „Wir helfen zum Beispiel dabei, die Regeln für die Ursprungsbestimmungen und Dokumentationsstandards zu überwachen“, sagt Yeni. Das Service-Angebot soll unter anderem mit wöchentlichen Sammelladungsangeboten für Seefracht und Luftfracht aus weiteren EU-Ländern plus kombiniertem Luft-/Seefrachttransport erweitert werden.
Erfolgsfaktoren: lokale Expertise und kulturelles Verständnis
In Fokusbranchen wie Lebensmittel & Getränke erwartet a. hartrodt Indonesia starkes Wachstum durch CEPA, „weil die EU hier ein wichtiger Handelspartner ist“, sagt Yeni. Außerdem nennt sie Textilien, Maschinenbau und Industrieausrüstung für Seefracht sowie Gesundheitswesen, Elektronik und Maschinenersatzteile für Luftfracht. Über den Erfolg des Freihandelsabkommen entscheidet ihr zufolge „lokale Expertise und kulturelles Verständnis“. Das bieten Fachkräfte von a. hartrodt, die ihre Erfahrung mit internationalen Handelsvorschriften, Dokumentationen und Compliance einbringen, um große multinationale Kunden zu betreuen. Gleichzeitig sind sie vor Ort präsent, um Zoll-, Hafen- und marktspezifische Anforderungen effizienter zu bewältigen.
In Indonesien beschäftigt a. hartrodt 115 Mitarbeitende in Jakarta, am internationalen Flughafen Soekarno‑Hatta von Jakarta, in Surabaya, Balikpapan, Semarang und auf Bali. Für 2026 plant Managing Director Ratna Dewi beim Sendungsvolumen 20 Prozent Wachstum.