Elternschaft versteht das Familienunternehmen a. hartrodt als selbstverständlichen Teil beruflicher Realität. Josina Peters, IT Business Consultant in Hamburg, wurde als dreifache Mutter eingestellt: „Bei meinem Bewerbungsgespräch war das überhaupt kein Thema“, sagt sie. Yvonne Boldt-Mehl, ebenfalls IT Business Consultant in Hamburg, wechselte nach ihrer Elternzeit gezielt zu a. hartrodt, „weil ich dort wichtige Projekte mit Verantwortung bekam“. Beide gehören zu einem diversen Team aus Mitarbeitenden mit und ohne Kinder. Alle unterstützen sich gegenseitig – natürlich auch, wenn mal ein Kind krank wird.
Eingeschränkte Betreuungszeiten in Deutschland
Projekte mit globalen Ansprechpartnern sind eine besondere Herausforderung. Zum Beispiel bei frühmorgendlichen Online-Meetings mit Australien vor Kita oder Schule passiert es Peters, dass ein Kind dazukommt: „Während die Kunden entspannt reagieren, muss ich fokussiert bleiben.“ Boldt-Mehl sieht die eingeschränkten Betreuungszeiten in Deutschland als Nachteil für berufstätige Mütter. Besonders die Ferien ihres Sohnes erlebt sie als Herausforderung, weil er doppelt so viele freie Tage hat, wie sie Urlaub nehmen kann.
Flexible Arbeitszeiten, Home Office, Gleittage
Boldt-Mehl und Peters arbeiten Teilzeit, weil sich Familie und Job sonst nicht vereinbaren lassen. Beide sind dank „Superskills als Mama“ laut Peters besonders „krisenfest, leistungsorientiert und effizient“. Ihren Berufsalltag bestimmen Routinen. „Weil wir weniger Zeit haben, behandeln wir Dinge kompakter“, sagt Boldt-Mehl. Heißt: Mütter priorisieren ihre Aufgaben oft klarer und kommen in Meetings eher auf den Punkt. Peters gefällt, dass ihnen a. hartrodt „viel Vertrauen und Verständnis“ schenkt. Flexible Arbeitszeiten mit zwei Präsenztagen pro Woche plus Gleittagen als Überstundenausgleich helfen dabei, allen Ansprüchen gerecht zu werden.
„Als Eltern versuchen wir, die Aufgaben optimal aufzuteilen“, erwähnt Boldt-Mehl – was nicht immer einfach ist. „Wir würden uns absolute Gleichberechtigung wünschen“, sagt Peters. Bei a. hartrodt regt sie Jobsharing in Führungspositionen an. Boldt-Mehl fordert besonders im ländlichen Raum bessere Betreuungsmöglichkeiten.