Der irische Spediteursverband hat einen neuen Präsidenten: Gerard Kiernan, National Sales Manager bei a. hartrodt (Ireland) in Dublin, wurde Mitte Juni für zwei Jahre an die Spitze der Irish International Freight Association (IIFA) gewählt. Der 1962 gegründete Verband hat 169 Mitgliedsfirmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten, die über 90 Prozent des irischen Außenhandels abwickeln. Kiernan ist der Ansicht, dass die Frachtinfrastruktur im Hafen und am Flughafen von Dublin mit dem „deutlichen Volumenanstieg“ aufgrund der starken wirtschaftlichen Entwicklung Irlands nicht Schritt halten kann. Er betrachtet dies als Herausforderung, aber auch als Chance, über die er mit Entscheidungsträgern sprechen möchte.
Baugenehmigungen beschleunigen
„Seit 2019 ist der Umschlag im Hafen Dublin um 25 Prozent auf rund 1 Million TEU im laufenden Jahr gestiegen“, sagt Kiernan. Aktuelle Kapazitätserweiterungen benötigen ihm zufolge Zeit, während am Flughafen Dublin bei ähnlicher Mengenentwicklung „keine Maßnahmen zur Verbesserung der Frachtinfrastruktur durchgeführt werden“. Kiernan will die Genehmigungsprozesse beschleunigen sowie Betriebszeiten und IT-Systeme der Terminals des Hafens von Dublin vereinheitlichen, um die Arbeit für Kunden wie a. hartrodt zu erleichtern.
Stärken von a. hartrodt in Irland ausbauen
Trotz dieser Herausforderungen stieg das irische Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni 2026 im Vergleich zum Vorquartal am stärksten in der EU – um 3,9 Prozent (Durchschnitt: plus 0,5 Prozent). Das Dubliner Team deckt Irlands vier wichtigste Handelsbereiche ab: Getränke und Lebensmittel in die USA, Spezialausrüstung und Abfälle in die EU sowie Baumaterialien und Abfälle nach Großbritannien.
Für Kiernan bleibt die Speditionsbranche vor allem eine „People's Industry”. Im täglichen Kundenkontakt zählt zuerst der Mensch, dann erst die Technik. Genau das ist die Grundlage für das Wachstum des Unternehmens und es macht Kiernan stolz, nun das Präsidentenamt der IIFA zu übernehmen.