Nachwuchsmangel trotz guter Karriereperspektiven

19.06.17

Der Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung“ erfreut sich seit einigen Jahren wieder stärkerer Beliebtheit. 2016 entschieden sich 5.610 Auszubildende für den Einstieg in diesen Beruf mit Perspektive. Dass es sich beim Berufsbild nicht um eine Männerdomäne handelt, belegt der hohe Frauenanteil in Höhe von 39 Prozent.

„Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen hält allerdings noch nicht mit dem Wachstum der Branche Schritt“, bedauert Huster. „Die auch zukünftig stark expandierende Logistikbranche sucht dringend Nachwuchskräfte. Je nach Engagement und interner Qualifikation sind nach der Ausbildung die Karrierechancen in der Logistikbranche auch ohne zusätzliches Studium sehr hoch“, betont Huster. Viele ehemalige Auszubildende arbeiten bereits nach kurzer Zeit in leitenden Positionen, nicht selten auch in Auslandsniederlassungen ihrer Ausbildungsbetriebe.

Deutsche Absolventen sind auch im internationalen Umfeld angesehene Fachkräfte, das System der dualen Berufsausbildung bleibt im internationalen Vergleich ein Vorzeigemodell. Anders als in anderen Ländern, wo die berufliche Ausbildung nahezu ausschließlich in schulischer Umgebung erfolgt, wird in Deutschland im Durchschnitt an vier Tagen pro Woche im Ausbildungsbetrieb und an einem Tag in der Berufsschule ausgebildet.

„Von der dualen Berufsausbildung profitieren beide Seiten: Unternehmen können ihren Fachkräftenachwuchs nicht nur branchenbezogenes, sondern zusätzlich passgenau betriebsspezifisches Fachwissen vermitteln, wodurch die Bindung der jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen gestärkt wird. Dadurch stehen sie unmittelbar nach ihrer praxisbezogenen Ausbildung dem Betrieb als vollwertige Fachkraft zur Verfügung. Und die Chancen übernommen zu werden, stehen für motivierte Berufsanfänger sehr gut“, so Huster abschließend.

Zur ersten Orientierung lohnt ein Blick in den Imagefilm.

Quelle: Pressemitteilung des DSLV vom 19. Juni 2017